Ich mit Bild

Ilona Ottenbreit

1972 Geboren in Erbach/ Odenwald
Aufgewachsen in Karlsruhe, lebt und arbeitet in Berlin

1998        Studium der Malerei bei Professor Volker Stelzmann, UdK, Berlin
2002        Wechsel in die Bildhauerei zu Professor Harro Jacob
2005        Absolventin der UdK, Berlin
2006        Meisterschülerin bei Prof Harro Jacob, UdK, Berlin
2011         Gründerin der Performancegruppe Dimensionen

2013 – 2019      politisches und ehrenamtliches Engagement zur erfolgreichen Rettung des Atelierhauses Mengerzeile
2019        Jurymitglied im Senat für Kultur und Europa für das neu entwickelte Programm der Landesbürgschaften Arbeitsraum

Stipendien / Auszeichnungen / Förderungen

2001        Stipendium für Malerei der Dorothea Konwiarz Stiftung, Berlin
2003        Erasmus-Stipendium an der Accademia di Brera in Milano, Italien
2005        Arbeitsstipendium in Collioure, Côte Vermeille, Frankreich
2011         Projektförderung der Skulpturen-Tanz-Performance „Dimensionen“, Berlin
2013         Projektförderung der Skulpturen-Tanz-Performance „Homo Utopiens“, Berlin
2020        Projektförderung der „Live Painting“ Performance, Berlin

Werke in öffentlichen Sammlungen

2004         Sammlung BBBank, Berlin
2006         Sammlung PTV, Karlsruhe

EINZELAUSSTELLUNGEN

2018         Eröffnungsevent der TedX in Padova mit OXYMORON OF IDENTIFICATION, Italien
2016         „SchattenFang“ Europa Teatri in Parma, Italien
2014         „Homo Utopiens“ Skulpturen- Tanz Performance, M3 Kunsthalle, Berlin
2013         „Malerei – Skulptur – Zeichnung“ Ilona Ottenbreit, M3 Kunsthalle, Berlin
2013         „SchattenFang“ Kunstfestival 48 Stunden Neukölln, Berlin
2012         „SchattenFang“ Performance- Festival Tatwerk, Berlin
2012         „Dimensionen“ Eröffnungsperformance, Kunstfestivals Kunst am Spreeknie, Berlin
2011         „Dimensionen“ Skulpturen- Tanz- Performance, M3 Kunsthalle, Berlin
2008        „Ohne Titel“, Galerie Schaltkreis, Berlin
2007        „Licht und Schatten“, Galerie Hunchentoot, Berlin
2007        „Licht – Schatten – Raum“, Galerie 10, Karlsruhe
2006        „Licht – Schatten – Raum“ in der PTV, Karlsruhe
2004        „o.T.“, Badische Beamtenbank, Berlin
2004         M23, Berlin

GRUPPENAUSSTELLUNGEN

2019 „FaceAbilities“, Artspace Maria Wirth, Berlin/ „Bewegung ist die Ursache allen Lebens“, Gallerie Bunter Hund, Berlin 2018 SchattenFang“, Performance, Gallerie Bunter Hund Berlin, Berlin 2017 „the time raze cycle“ performance Kunsthalle M3, Berlin/ „SchattenFang“, mehrkunst e.V., Koblenz/ „Transition“ & „SchattenFang“ Performance, 48h Neukölln, Berlin/ 2016 SchattenFang“, Artlake Festival/ „SchattenFang“, Gallerie Nomand, Berlin 2015 “Schwitzkästen”, Ausstellung im Künstlerhaus Dortmund/ „Die Lichtenberger Norm A4 Quer“ Zwitschermaschiene,Berlin/ „SchattenFang“, Atelierhaus Mengerzeile, Berlin/ 2014SchattenFang“, Plattaforma Performancefestival, Kunstquatier Bethanien, Berlin/ 2011 „800 Meter freier fall – Gott würfelt nicht“, M3 Kunsthalle, Berlin/ 2010 „Plötzlich Zugluft“  Künstlergruppe Schaltkreis Berlin, Zehnthaus Jockgrim, Pfalz/ 2009 „M6-M3 UNTERWEGS“ Künstlergruppe Schaltkreis Berlin, Alexandra Gallery, Lancaster/ Harris Museum, Preston/  M3 Kunsthalle, Berlin/ PR1 Gallery, Preston/ 2008 „Leipzig – Berlin, drei Malerinnen“ Freiraum e.V., Köln / „Ohne Titel“ Galerie Schaltkreis Berlin, Berlin/ 5. Berliner Kunstsalon, Humboldt-Umspannwerk, Berlin/ „Wechselwirkung“ Künstlergruppe Schaltkreis Berlin, M3 Kunsthalle, Berlin/ 2007 Tease Art Fair, Künstlergruppe Schaltkreis Berlin, Köln/ 4. Berliner Kunstsalon, Künstlergruppe Schaltkreis Berlin,ehem. Zentralwerkstatt BVG, Berlin/ „Wi[e]derstand der Dinge“, Künstlergruppe Schaltkreis Berlin, M3 Kunsthalle, Berlin/ 2006 Jahresausstellung des Badischen Kunstverein, Karlsruhe/ 3. Berliner Kunstsalon, Künstlergruppe Schaltkreis Berlin, arena Treptow, Berlin/ „Von mir aus“, Alte Feuerwache, Kulturamt Berlin-Friedrichshain / 2005 Große Kunstausstellung, Halle/Saale / Meisterschülerausstellung, UdK, Berlin / „Sur les traces des Fauves“, Collioure/Côte Vermeille, Frankreich/ 2001 Dorothea Konwiarz Stiftung, Berlin

Alles beginnt mit den Skizzen von Ilona Ottenbreit zur Untersuchung von Bewegungen. Mit einer Linie folgt sie dem Tänzer und hält fest, was sie erfassen kann. Es entstehen abstrakte Figurenzeichnungen, die sie mit Kohle und Tusche weiter bearbeitet. Sie hebt die wichtigsten und spannungsreichsten Momente hervor, wobei sich  selbstständige Formatierungen und Verschmelzungen der Figuren entwickeln. Diese Figurengruppen verweisen auf ein kollektives Verbundensein bzw Einssein.

„So zeigt sie in ihren Skulpturen, wie aus einem Menschen mehrere entstehen, sich verbinden, mit sich ringen oder sich in verschiedene Richtungen entwickeln, ohne allerdings voneinander loszukommen beziehungsweise den Ursprung ihres Seins zu verlassen oder zu vergessen.“ Zitat: Dunja Hayali (Tagesspiegel 5. April 2015)

Für Ilona Ottenbreit offenbart sich ein Mensch am allermeisten durch seine körperliche Haltung und die Positionierung im Raum. Inspiriert von der Bühne – insbesondere von Tanz und Theater – beschäftigt sie sich seit Jahren mit dem Studieren von menschlicher Raumerfahrung und dem Erfassen von Bewegungsabläufen.2011 gründete Ilona Ottenbreit die Performancegruppe „Dimensionen“ – die Initiation für Konzeptentwicklungen im Live-Performancebereich, die Tanz, Theater, Musik und Malerei miteinander verbinden.

Auf ihren Leinwänden malt sie virtuelle dreidimensionale Räume, in denen sich ihre abstrahierten und in hell-dunkel schattiert gehaltenen Figuren platzieren. Wie auf der Suche nach Orientierung, entwickeln diese geisterhaften Wesen ein sonderbares Eigenleben. Es geht dabei um die Welt jenseits von Inhalt und Sprache. Es geht um etwas Transzendentes von Werdewelten und Negativräumen, vom kollektiven Bewusstsein. Ausgehend von der Malerei entstehen wiederum ihre großen Bronzekulpturen, die sie aus der Leinwand heraus in eine andere räumliche Realität projiziert. Hierbei entspricht die Materialität von Ästen, in ihrer Weise, bestimmten spezifischen körperlichen Begebenheiten, wie z.B.: Knochengerüst, Rückgrat, Finger usw. Die umwickelte Leinwand stellt die Haut dar. Sie erinnert an etwas Bandagiertes und erzeugt das Gefühl von Verletzlichkeit. Inspiriert von diesen Materialien kam die reduzierte, skelettartig wirkende Bronzefigur in den dreidimensionalen Raum.
In den Installationen ihrer Performances sind diese Figuren bühnenartig inszeniert. Durch die Reduktion auf den Ausdruck ihrer Körperhaltungen wirken sie extrem stark in ihrem Licht – Schattenspiel. Mit diesen Schatten enstehen Wandmalereien, die wiederum durch zeichnerische Elemente plastisch erscheinen. So kommt eine weitere Dimension hinzu, eine eigene Geschichte der Schatten an der Wand.

Künstlerportrait: Bewegung“

Kontakt:
io(at)ilonaottenbreit.de