Rettung des Atelierhauses Mengerzeile – Kunst zieht an und nicht aus!

Im Dezember 2013 bekam das Atelierhaus Mengerzeile in Berlin – Treptow überraschend eine Kündigung.

5 Jahre lang haben meine Künstlerkollegin Eva Noack und ich intensiv dafür gekämpft, damit das Atelierhaus bleiben kann. Seit März 2019, mit der Unterzeichnung des Mietvertrags, sind alle Ateliers mit ihren ca. 42 darin arbeitenden Künstler*innen für die nächsten 23 Jahre gesichert.

Atelierhaus vor der Rettung

Wir haben uns kunst- und sozialpolitisch erfolgreich engagiert. Praktisch sah das so aus, dass wir Kreditanträge stellten, mit Stiftungen und dem Senat verhandelten, verschiedene Modellprojekte für unterschiedliche Anforderungen entwickelten, den Anstoß für die Änderung der Bürgschaftsrichtlinien des Landes Berlin gaben, das Netzwerk der bedrohten Berliner Atelierhäuser (AbBA) mitbegründeten, Solidaritätsveranstaltungen und Aktionen durchführten, tonnenweise Gespräche mit vielen unterschiedlichen und interessanten Leuten führten – Politiker, Aktivisten, Anwälten, Stiftungen, Banken, Journalisten….

Im Dezember 2016 einigten wir uns mit dem Eigentümer, das Projekt gemeinsam zu entwickeln. Das Haus wurde kernsaniert und die letzten 2 Jahre waren Eva und ich die Schnittstelle zum Eigentümer, den Architekten, den Handwerkern und den Künstlern. Ein Kraftakt, der jetzt erfolgreich abgeschlossen ist und wir uns wieder ausschließlich unsere künstlerischen Arbeit widmen können.

Seit 2018 existiert nun das, mit uns und dem Berliner Senat für Kultur und Europa, zusammen entwickelte Programm Landesbürgschaften Arbeitsraum (mehr Infos s.u.)
Seit 2019 wurden Eva Noack und Ilona Ottenbreit mit einer Stimme als beratendes Jurymitglied im Senat für Kultur und Europa für dieses Programm benannt.

 

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Presseartikel und Informationen zur Vernetzung

RBB Kulturradio
TAZ Flug der Libellen

Tagesspiegel – Wie ein Investor das Atelierhaus rettet
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Berliner Woche
RBB Abendschau mit Ulli Zelle
Berliner Woche
Diskussionsveranstaltung der Mart Stam Gesellschaft

Berliner Zeitung
Pressemitteilung berlin.de
Kunst zieht an und nicht aus! You Tube

Infos und Links zum Programm Landesbürgschaften Arbeitsraum und weitere Informationen zum Atelierhaus Mengerzeile und AbBA:

Landesbürgschaft Arbeitsraum

Der Senat von Berlin hat Anfang 2018 die „Landesbürgschaftsrichtlinien Arbeitsraum“ geschaffen. Mit deren Hilfe erhalten Künstlerinnen und Künstler aller Sparten die Möglichkeit, für den geplanten Erwerb von selbstgenutzten Arbeitsräumen eine Landesbürgschaft zu beantragen. Diese kann beim Erhalt eines Kredits behilflich sein, da sie das Kreditausfallrisiko der beteiligten Kreditinstitute senkt. Die Bürgschaft umfasst außerdem die Kosten von zur Nutzung notwendigen Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen.

Die Landesbürgschaft Arbeitsraum wird bei der Investitionsbank Berlin (IBB) beantragt. Vor der Antragstellung sollten unbedingt die Hinweise im Informationsblatt beachtet und eine Beratung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa und/ oder die Investitionsbank Berlin (IBB) in Anspruch genommen werden. Die Beratungen sind kostenfrei, bei der Antragstellung wird ein Entgelt fällig.

Weitere Informationen

finden sich auf der Website der Senatsverwaltung für Kultur und Europa unter:
www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/foerderprogramme/arbeitsraeume/artikel.835035.php

sowie auf der Website der IBB unter:
www.ibb.de/de/foerderprogramme/landesbuergschaften-fuer-kuenstlerische-arbeitsraeume.html

Kontakt

Zwecks Erstberatung wenden Sie sich in der Senatsverwaltung für Kultur und Europa bitte an Birgit Schumacher
E-Mail: Birgit.Schumacher@kultur.berlin.de, Tel. +49 (0)30 90228-725
Bei der Investitionsbank Berlin (IBB) berät Sie Diana Driesener
E-Mail: Diana.Driesener@ibb.de, Tel. +49 (0)30 2125-3825

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Links

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